Sanierung

Vom Heizölfresser zum Energiesparhaus

Baujahr 1954, ungedämmt, durstig nach fossiler Energie und auch noch innen feucht – was lässt sich aus so einem Haus machen? Ein gemütliches Zuhause, wenn man es richtig angeht…

Aus dem Schrank ein kalter Wind

Das Highlight dieses Hauses bei Gladbeck waren viele Quadratmeter grüner Grund. Seine Substanz, was den Käufern durchaus bewusst war, präsentierte sich aber als dringend sanierungsbedürftig. Einst eine Jagdhütte, war das Gebäude über die Jahrzehnte von wechselnden Eigentümern aus- und umgebaut worden. Und dies in einer Weise, dass man auch von „verbaut“ sprechen konnte. Die Wände aus Ziegelmauerwerk waren dünn und ohne jegliche Dämmung. Das Pultdach ebenso, was der Wärme freie Bahn in die Atmosphäre ließ. Entsprechend erschreckend fiel der Heizölverbrauch aus, wollte man es einigermaßen wohnlich haben.

Zudem drang in die Souterrainwände auch noch Feuchtigkeit ein, aus den Schränken in dieser Etage wehte den Bewohnen klamme Luft entgegen. Insgesamt also ein Fall für den Abriss – oder für eine intelligent konzipierte Vollsanierung. Für diese entschied man sich denn auch. Mit überraschend positiven Ergebnissen!


Entkernt, gedämmt, gespart

Als erstes entfernte man alles, was von früheren Besitzern eingebaut und nicht unmittelbar für die Stabilität des Hauses benötigt wurde. Denn nur eine gründliche Entkernung schafft Platz für moderne Baustoffe und ihre speziellen Qualitäten. Zunächst wurde das Pultdach saniert, gedämmt und sachgerecht abgedichtet. Das stoppt den Wärmeverlust nach oben in der Heizperiode und bringt gleichzeitig effektiven Wärmeschutz in den heißen Sommermonaten.

Danach ging es an die Fassadenrenovierung. Ausschlaggebend hier: Neigen die Wände zur Aufnahme von Feuchtigkeit, müssen sie „atmen“ können, brauchen also eine diffusionsoffene Dämmung. Deshalb kamen ein vollmineralisches Wärmedämmverbundsystem und die Dämmplatte „Coverrock II“ von Rockwool zum Einsatz, was die Stärke der Außenwände nahezu verdoppelte. Vorteil: Feuchtigkeit wird nicht im Haus festhalten wie bei anderen Dämmsystemen, sondern kann aufgrund des guten Lüftungsverhaltens von Mineralwolle von selbst abtrocknen.

Nach der Sanierung ist jetzt das Klima im Haus ganzjährig wohlig und angenehm, immer mit Wohlfühl-Temperaturen. Die Heizkosten sanken auf einen eindrucksvollen Tiefstand: „Heute wissen wir, dass wir tatsächlich leicht 2.500 Euro im Jahr am Öl sparen“, bestätigen die Besitzer. „Der Tank leert sich sehr, sehr langsam.“ Und das zeigt – eine gut geplante Renovierung rechnet sich immer.

Bildquelle: Rockwool