Smart Home:

Einfamilienhaus mit überzeugender Architektur

Durch drei Kuben unterschiedlicher Größe erhält ein Einfamilienhaus in Bad Soden bei Frankfurt a. M. eine klare, unverwechselbare Identität. Kombiniert ist die raffinierte Architektur mit intelligenter Smart Home-Technik.

Eine Hanglage mit fünf Metern Gefälle, auf dem ein Einfamilienhaus in Anlehnung an den Bauhausstil entstehen sollte – das war die Herausforderung, die Architekt Tim Driedger von in_design_architektur in Bad Soden bei Frankfurt a. M. zu bewältigen hatte. Die Hanglage machte die Konstruktion eines klassischen Bauhauses schwierig, daher entschied er sich für eine außergewöhnliche Architektur: Das Haus besteht aus drei verschieden gestapelten Kuben, die die bestehenden Höhenunterschiede ausgleichen. Der erste flache Kubus beherbergt die Garage und den Eingangsbereich. Im 15,5° Winkel dazu ist der markante Wohnkubus angeordnet. Der dritte und vom Platzangebot größte Gebäudeteil besitzt eine L-Form, er schwebt scheinbar über dem Eingang und wird vom Wohnkubus eingeschnitten. Die Kuben wurden bewusst so arrangiert, dass sie die städtebaulichen Vorgaben mit ihren Traufhöhen einhalten und die Fenster mit ihrer Ausrichtung und dem Ausblick der Sonne folgen. Die geschickt platzierte Dachterrasse gibt den Blick frei auf die Frankfurter Skyline.

Vom Eingang aus betritt man über wenige Stufen den großzügigen Wohnbereich, der sich über zwei Etagen und 5,40 Meter Raumhöhe erstreckt sowie zweiseitig nahezu raumhoch verglast ist. Hier befindet sich der lichtdurchflutete Essbereich. Über der offenen Küche und der Sofaecke ist auf 2,70 Meter Höhe eine Galerie eingezogen, auf der sich das Büro befindet. So ist auch beim Arbeiten immer der Bezug zum Familienleben gegeben. Auf den drei Ebenen des dritten Kubus sind Kinderzimmer, Abstellräume und das Elternschlafzimmer mit eigenem Bad und Wellnessbereich untergebracht. Insgesamt wohnen die Besitzer auf stolzen 238 m² Wohn- und 270 m² Gesamtnutzfläche.

Smart Home-System auf KNX-Basis

Ein Smart Home-System auf Basis des KNX-Standards vernetzt den Großteil der Haustechnikkomponenten des Gebäudes miteinander. Ein Gira HomeServer fungiert als Zentrale und „Gehirn“ des intelligenten Hauses: Hier laufen alle Meldungen zusammen, werden ausgewertet, teils protokolliert und logische Befehle an die sogenannten Aktoren gesandt. Verschiede Szenarien lassen sich mit einem Klick starten. Hinzu kommt ein Alarmsystem, das bei Einbruchsversuchen warnt. Sämtliche Fenster und Türen sind mit speziellen Kontakten versehen, die deren Zustand registrieren. Wird nach dem Scharfschalten ein Öffnen registriert, ertönt ein lauter Alarm, das Licht wird im gesamten Haus aktiviert, die Jalousien fahren nach oben und der Hauseigentümer wird umgehend per Anruf und E-Mail informiert. Das gleiche Szenario wird abgerufen, wenn die Gira Rauchwarnmelder anspringen. Ein weiterer Smart Home Clou: der schlüssellose Hauszutritt via Codetastatur. So können keine Schlüssel mehr verloren gehen und zudem warnt das System, wenn beim Verlassen des Hauses noch Türen oder Fenster geöffnet sind. Auch die Jalousien sind in das KNX System eingebunden: Warnt die Wetterstation auf dem Dach vor starkem Wind, fahren sie automatisch nach oben. Umgekehrt schließen sie an heißen Sommertagen, um eine Überhitzung der Räume zu vermeiden.

Bildquelle: Gira