Bestnote für Architektur

Ausgezeichnete Lernumgebung im Plusenergiehaus

Wenn eine neue Schule gleich zwei Architekturpreise abräumt, macht das Lernen darin noch mehr Spaß. Dabei vermittelt das Schmuttertal-Gymnasium nicht nur Wissen, sondern auch einen nachhaltigen Eindruck von äußerst energieeffizientem Bauen.

Zum Start gab es Bestnoten: Das neu errichtete Schmuttertal-Gymnasium nahe Augsburg wurde mit zwei der wichtigsten Architekturpreise in Deutschland ausgezeichnet. Es erhielt sowohl den Deutschen Architekturpreis als auch den Deutschen Holzbaupreis. Was aber macht die Schule so besonders?

Plusenergie-Haus wie aus dem Lehrbuch

Das Gymnasium demonstriert eindrucksvoll, dass auch größere Gebäude durch ein intelligentes Gesamtkonzept mehr Energie produzieren können als sie verbrauchen – und bietet dabei auch noch eine sympathische Atmosphäre, in der sich die bis zu 1.000 Schüler und Lehrer wohlfühlen. Dazu konnten sie vor Baubeginn selbst einen Beitrag leisten: Die späteren Nutzer wurden in den Planungsprozess mit einbezogen und konnten so Ambiente, Raumanordnungen und Freiflächengestaltung mitbestimmen. Auf diesem Wege entstanden statt herkömmlicher Klassenzimmer interessante Lernlandschaften mit Trinkbrunnen und mobilen Glas-Trennwänden.

Umweltfreundlich und kostengünstig

Der an vier zusammengesetzte Scheunen erinnernde Baukörper ist einer der größten vorgefertigten Holzbauten in Deutschland und fügt sich hervorragend in die ländlich geprägte Umgebung ein. Aufgrund der modularen Fertigung konnte die Schule – bei immerhin 16.000 m2 Fläche – in nur zwei Jahren kostengünstig fertiggestellt werden. Im Inneren des Gebäudes sorgen sichtbare Holzkonstruktionen und viel Tageslicht für eine offene Raumwirkung. Eine Eins mit Stern verlieh denn auch Bundesbauministerin Barbara Hendricks: „Der Neubau für das Schmuttertal-Gymnasium Diedorf ist als innovatives Plusenergiehaus ein Modellprojekt für nachhaltiges Bauen.“

Bildquelle: Carolin Hirschfeld, Deutscher Holzbaupreis